Verfahrensangaben

Auftragsänderung 1: Gutachterliche Untersuchung und Erstellung eines Sanierungsko...

VO: VgV Vergabeart: Bekanntmachung einer Auftragsänderung Status: Veröffentlicht

Änderungsdokumentation

Dokumentation der Änderungen

Geänderter Vertrag

Zum Vertrag
60-2025-18 - Gutachterliche Untersuchung und Erstellung eines Sanierungskonzeptes für die Castroper Veranstaltungshallen

Ergänzend zur bisherigen Beauftragung sind auch Anlagen der Anlagengruppen 5 und 7 gem. § 53 HOAI in dem Sanierungskonzept zu berücksichtigen. Konkret handelt es sich um Anlagen folgender Kostengruppen gem. DIN 276:
- Kostengruppe 452 Such- und Signalanlagen (vor allem Lichtruf-/Personenrufanlagen)
- Kostengruppe 454 Elektroakustische Anlagen (ELA- bzw. SAA)
- Kostengruppe 456 Gefahrenmelde- und Alarmanlagen (vor allem Brandmeldeanlagen)
- Kostengruppe 457 Datenübertragungsnetze (vor allem EDV-Verkabelung)
- Kostengruppe 471 Küchentechnische Anlagen (für den Bereich der Gastronomie)
- Kostengruppe 474 Feuerlöschanlagen (vor allem Sprinkleranlagen und Löschwasserversorgung
- Kostengruppe 475 Prozessluftanlagen (vor allem Absauganlagen in Werkstätten)

Auf Basis der v. g. Daten sowie der Bestandsaufnahme soll eine technische Zustandsbewertung in Form eines Erläuterungsberichtes erstellt werden. Dieser beschränkt sich vom Detaillierungsgrad auf die wesentlichen gebäudetechnischen Anlagen der v. g. Anlagengruppen, die für eine zukünftige Nutzung von Relevanz sind. Ergänzend hierzu wird in Anlehnung bzw. als ergänzender Teil des Sanierungskonzeptes ein TGA-Konzept erarbeitet, welches in textlicher Form die wesentlichen konzeptionellen Annahmen und Sanierungsvarianten beinhaltet. Dabei ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Planung darauf zu richten, dass das Sanierungskonzept sowohl wirtschaftlich als auch umweltverträglich nachhaltig sein soll. Um eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, werden die Kosten für die technischen Maßnahmen grob geschätzt und als zu erwartender Kostenrahmen angegeben.

Begründung der Änderung

Bedarf an zusätzlichen Bauleistungen, Dienstleistungen oder Lieferungen durch den ursprünglichen Auftragnehmer.

Die zusätzliche Leistung wurde erforderlich aufgrund von unvorhersehbaren Umständen.
Diese Umstände waren zum Zeitpunkt der Ausschreibung und Vertragsvergabe nicht vorhersehbar und konnten auch bei sorgfältiger Planung nicht berücksichtigt werden.
Der Leistungsumfang der Anlagengruppen 5 und 7 war im Zuge der Grundlagenermittlung vor der Bieterabfrage nicht ersichtlich. Im Zuge der ersten Ortsbegehung sowie der laufenden Projektbearbeitung mit Stöbe Architekten und Cosanne Ing. wurde ersichtlich, dass der ausgeschriebene Leistungsumfang nicht auskömmlich abgedeckt ist.

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Stadt Castrop-Rauxel
055620004004-04001-08
Europaplatz 1
44575
Castrop-Rauxel
Deutschland
DEA36
Zentrale Vergabestelle
vergabestelle@castrop-rauxel.de
+49 2305-106-2186
+49 2305-106-2131

Angaben zum Auftraggeber

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Westfalen
05515-03004-07
Albrecht-Thaer-Straße 9
48147
Münster
Deutschland
DEA33
Geschäftsstelle der Vergabekammer
vergabekammer@bezreg-muenster.nrw.de
+49 2514112735
+49 2514112165

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Dienstleistungen

CPV-Codes

71319000-7
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Die Stadt Castrop-Rauxel beabsichtigt die Sanierung der Forumsgebäude, bestehend aus der Stadthalle, der Europahalle, dem dazwischenliegenden Restaurantbereich und einem Baukörper der in drei Abschnitte gegliedert ist und als verbindendes Element dient.

Sowohl die Stadthalle als auch die Europahalle besitzen ein freitragendes Hängedach. Die Dachform folgt dabei dem Verlauf der zwischen Stahlbetonpylonen gespannten Stahlseile. Der Stadtmittelpunkt wurde zwischen 1971 und 1976 erbaut. Aufgrund seiner Historie steht das Gebäudeensemble unter Denkmalschutz.

Benötigt wird ein umfassendes Sanierungskonzept zur weiteren Entscheidungsfindung.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Seit der Errichtung der Gebäude wurden keine grundlegenden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, sodass ein Sanierungsstau über die letzten 50 Jahre hinweg zu verzeichnen ist. Es wurden lediglich Instandhaltungsmaßnahmen ergriffen. Aufgrund des Baujahres ist davon auszugehen, dass eine umfassende Schadstoffsanierung erforderlich ist.

Aufgabe dieses Gutachtens ist es, die Bausubstanz und Technik der Gebäude zu analysieren, den kurz- und mittelfristigen Sanierungsaufwand unter energetischen, bautechnischen und bauphysikalischen Gesichtspunkten zu ermitteln, ein Sanierungskonzept zu entwerfen und finanziell zu bewerten.
Das Ziel ist mit den Ergebnissen des Gutachtens eine belastbare Basis für die Sanierungsplanung zu entwickeln. Weiteres Ziel ist es, den Finanzbedarf für diese Umgestaltung und Sanierung der Gebäude für die nächsten Jahre zu eruieren.

Ein Bestandteil des Sanierungskonzepts umfasst die Bestandsaufnahme und Bauteilfeststellung, einschließlich der Dokumentation der thermischen sowie haustechnischen Gebäudequalität. Dieser Teil soll auf Basis einer Vor-Ort-Besichtigung durchgeführt werden. Die Betrachtung soll nach Gebäudeteilen gegliedert werden.

Die vorhandenen Bestandszeichnungen der Gebäude liegen in den Formaten PDF und DWG (2D) vor und sollen im Rahmen der Begehung überprüft und aktualisiert werden. Laut Brandschutzkonzept vom 12.02.2021 bestehen Abweichungen von der erteilten Baugenehmigung, die einen Bauantrag erforderlich machen.
Die zuvor genannten Bestandsunterlagen sind gemäß den bauordnungsrechtlichen Vorgaben der Stadt Castrop-Rauxel zu einem genehmigungsfähigen Antrag auszuarbeiten und die weiteren vorzulegenden Unterlagen (Berechnungen, Brandschutzkonzept etc.) zu ergänzen.
Das Ziel des Sanierungskonzepts besteht darin, eine umfassende Zustandsfeststellung der Gebäude zu erstellen und darauf basierend erforderliche Baumaßnahmen zu definieren. Sämtliche Sanierungsmaßnahmen sollen bewertet und in eine Prioritätenreihenfolge gebracht werden. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird ein Sanierungsziel formuliert, welches die Grundlage für die Entwicklung einer erfolgreichen Sanierungsstrategie bildet. Dabei ist unter Berücksichtigung der neuesten Standards sowie der angestrebten Klimaneutralität ein Energiestandard gemäß KfW40 für das gesamte Gebäude anzustreben.
Die Gebäude sind gemäß der Versammlungsstättenverordnung (VStättVO) als mehrgeschossige Versammlungsstätten klassifiziert. Sämtliche Sanierungsmaßnahmen müssen den Vorgaben des bestehenden Brandschutzkonzepts entsprechen. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob zusätzliche Maßnahmen gemäß den Anforderungen des Brandschutzkonzepts erforderlich sind. Diese sind im Sanierungskonzept entsprechend zu berücksichtigen und einzubinden.
Neben den bautechnischen Maßnahmen sollen auch die derzeit installierten elektrischen Anlagen detailliert beschrieben und die erforderlichen haustechnischen Sanierungsmaß-nahmen analysiert werden. Im Rahmen dieser Betrachtung ist zudem zu prüfen, inwieweit die Integration erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung realisiert werden kann.

Darüber hinaus sollen sinnvolle Bauabschnitte und Sanierungsschritte definiert sowie ein realistischer Ausführungszeitrahmen festgelegt werden. Dabei wird besonderer Wert auf eine wirtschaftliche Planung und Umsetzung gelegt. Für die erforderlichen Maßnahmen sind die Investitionskosten zu ermitteln und in einer übersichtlichen Kostenaufstellung darzustellen.

Umfang der Auftragsvergabe

136.371,09
EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

Beginn / Ende
01.10.2025
30.06.2026
Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

---
Europaplatz 6-12
44575
Castrop-Rauxel
Deutschland
DEA36

Veranstaltungshallen Castrop-Rauxel:
Die Europahalle, die Stadthalle sowie der dazwischenliegende Baukörper mit Restaurantbereich.

Weitere Erfüllungsorte

Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

Entfällt
Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Angaben zur Wiederkehr von Aufträgen

Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge

Energieeffizienz-Richtlinie

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen

Zulässig
Sonstiges / Weitere Angaben

Einlegung von Rechtsbehelfen

Ein zulässiger Nachprüfungsantrag bei der unter VI.4.1. genannten Vergabekammer kann allenfalls bis zur wirksamen Zuschlagserteilung gestellt werden. Eine wirksame Zuschlagserteilung ist erst möglich, wenn der Auftraggeber die unterlegenen Bieter über den Grund der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und den Namen des Bieters, dessen Angebot angenommen werden soll, in Textform informiert hat und seit der Absendung der Information 15 Kalendertage (bei Versand per Telefax oder auf elektronischem Weg: 10 Kalendertage) vergangen sind.
Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit:
- der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergaberechtsvorschriften schon vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat,
- Verstöße gegen Vergaberechtsvorschriften, die aufgrund dieser Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in IV.2.2. genannten Frist gerügt werden, oder
- Verstöße gegen Vergaberechtsvorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gerügt werden.
Teilt der Auftraggeber einem Bewerber oder Bieter mit, dass er einer Rüge nicht abhelfen will, so kann der betroffene Bewerber oder Bieter wegen dieser Rüge nur innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen zulässigen Nachprüfungsantrag stellen.

Zusätzliche Informationen

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Finanzierung

Rechtsform des Bieters

Bedingungen für den Auftrag

Bedingungen für den Auftrag

Unterlagen, die mit dem Angebot, auszufüllen, zu erklären und einzureichen sind:
-Angebotsschreiben
-Eigenerklärungen
a) zur Eignung (auch für alle Unterauftragnehmer, Eignungsleihende und Mitglieder einer Bietergemeinschaft- auch für Buchstaben b) - c))
b) zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen
c) zum 5. EU-Sanktionspaket gegen Russland - RUS-Sanktionen
-Kontaktdaten des persönlichen Ansprechpartners
-ggf. Erklärung zu Unteraufträgen und Eignungsleihe
-ggf. Verpflichtungserklärung zu Unteraufträgen und Eignungsleihe
-ggf. Erklärung zur Bietergemeinschaft
-Leistungsbeschreibung Anlage 1 - Angebots- und Preisblatt inkl. vollständiger Preis- und Referenzangaben (wird nicht nachgefordert!)
-Exposés zu angegebenen Referenzen
-Darstellung der Berufserfahrung der Projektleitung sowie der Stellvertretung
-Nachweis zur Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung
-Versicherungsnachweis, vorzulegen bei Auftragserteilung

Angaben zu geschützten Beschäftigungsverhältnissen

Nein

Ergebnis

Angaben zum Auftrag

Angaben zur Rahmenvereinbarung

EUR
EUR
Energieeffizienz-Richtlinie

Vertrag

Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben

60-2025-18
Gutachterliche Untersuchung und Erstellung eines Sanierungskonzeptes für die Castroper Veranstaltungshallen
Bezuschlagte Wirtschaftsteilnehmer

Name und Anschrift des Hauptauftragnehmers

Stöbe Architekten GmbH & Co. KG
DE286816296
Wiesenstraße 72
40549
Düsseldorf
Deutschland
DEA36
kaspar.stoebe@stoebe-architekten.de
02115008090
Vergabe von Unteraufträgen

Vergabe von Unteraufträgen

Nein
Angaben zum Auftrag

Informationen zum Vertragsabschluss

20.08.2025
17.09.2025

Angaben zum Wert des Auftrags

136.371,09
EUR

Angaben zum Angebot

60-2025-18

Angaben zur Rahmenvereinbarung