Auftragsgegenstand ist die Entwicklung einer responsiven Website/eines Bildungsportals, welches eine kostenfreie, transparente Übersicht über regionale Bildungsakteur*innen bietet und ihre Bildungsangebote und Zugangsvoraussetzungen transparent, gebündelt und zielgruppenorientiert darstellt.
1. ProjektbeschreibungIm Rahmen des BMBF-Projekts Bildungskommune Dortmund plant die Stadt Dortmund unter dem aktuellen Projekttitel "Dortmunder Bildungsportal" die Entwicklung einer responsiven Website. Das Programm wird durch die Europäische Union in Zusammenarbeit mit dem BMBFFSJ über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.Das Bildungsportal bietet eine kostenfreie, transparente Übersicht über regionale Bildungsakteur*innen und stellt ihre Bildungsangebote und Zugangsvoraussetzungen transparent, gebündelt und zielgruppenorientiert dar. Die webbasierte Zusammenstellung von Bildungseinrichtungen, Bildungsangeboten sowie weiterführenden Links umfasst nicht nur formale und schulische, sondern auch non-formale und außerschulische Bildungsangebote von Familienbildung, beruflicher Bildung und Weiterbildung bis hin zu kultureller Bildung, Sport- und Gesundheitsbildung u.v.m.
Angebotssumme in Bezug auf die Leistung
10 % Barrierefreiheit10 % Usability Startseite10 % Einfache Bedienbarkeit
Gestalterische Qualität
10 % Darstellung der Software-Architektur 5 % Nutzungsumfang des Gesamtsystems durch den Auftraggeber 5 % Prozessplan der technischen Erstellung
Organisation, Qualifikation und Erfahrung des beauftragten Personals
Die Kommunikation im Verfahren,d.h. die Beantwortung von Bieterfragen, Nachsendung von Unterlagen, Änderungen, Fristverlängerungen und weiteren Informationen erfolgt über den Vergabemarktplatz Metropole Ruhr. Zur Teilnahme am Verfahren ist es zwingend erforderlich, dass Einsicht in die dortigen Unterlagen genommen wird. Im Vergabemarktplatz wird die Möglichkeit angeboten, am Verfahren teilzunehmen.
Es handelt sich um ein zweistufiges Vergabeverfahren, bestehend aus Teilnahme- und Angebotsphase (Verhandlungsverfahren).
Im Rahmen der Teilnahmephase werden Mindestkriterien abgefragt.
Von den Bewerber*innen, die die gestellten Mindestkriterien erfüllen, werden maximal 5 zum Verhandlungsverfahren eingeladen. Hierzu wird auf Grundlage der erreichten Punkte aus den zusätzlichen Bewertungskriterien eine Rangfolge erstellt. Bei Punktegleichheit entscheidet das Losverfahren.
Gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) muss ein Nachprüfungsantrag spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der angegebenen Vergabekammer eingereicht werden.Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§168 GWB).
Die Zuschlagserteilung ist möglich zehn Kalendertage nach Absendung der Information über die Vergabeentscheidung per Fax oder E-Mail und 15 Kalendertage nach Absendung der Information über die Vergabeentscheidung per Post, wobei die Frist jeweils unabhängig vom Zugang der Information beim betroffenen Bewerber oder Bieter am Tag nach Absendung der Information beginnt (§ 134 GWB).
Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens setzt ferner voraus, dass erkannte Vergabeverstöße innerhalb der in § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB genannten Fristen gegenüber dem Auftraggeber gerügt wurden.
Der Auftraggeber ist an die Bestimmungen des Runderlasses des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen "Verhütung und Bekämpfung von Korruption in der öffentlichen Verwaltung (Anti-Korruptionserlass)" in der jeweils geltenden Fassung (aktuell vom 09.12.2022) gebunden.
Mit Angebotsabgabe sind Eigenerklärungen über das Nichtvorliegen der Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB abzugeben.
Der Auftraggeber wird ab einer Auftragssumme von 30.000 EUR für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll, den Nachunternehmer und den Verleiher von Arbeitskräften einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt anfordern.
Subunternehmer:Bei der Beauftragung von Subunternehmen oder der sonstigen Einschaltung Dritter können sich die Bieter zum Nachweis Ihrer Leistungsfähigkeit und Fachkunde auch dieser Unternehmen bedienen.Bei Angebotsabgabe in Verbindung mit einem Subunternehmer ist eine Verpflichtungserklärung über das Bereitstellen entsprechender Mittel zur Auftragserfüllung einzureichen. Darüber hinaus ist von den Bietern anzugeben, in welcher Höhe sie beabsichtigen, Leistungen an Subunternehmen zu vergeben. (s. Teilnahmeantrag)
Bietergemeinschaften:Die Anforderungen an Bietergemeinschaften sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Für die Auftragsvergabe gelten die Bedingungen des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (TVgG-NRW).
Bereitstellung der Unterlagen:Es erfolgt eine elektronische Bereitstellung auf dem Vergabemarktplatz Metropole Ruhr (zu den unter http://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/ genannten Nutzungsbedingungen können die Vergabeunterlagen kostenlos angefordert und heruntergeladen und Nachrichten der Vergabestelle eingesehen werden.)
Nachforderungen gemäß § 56 VgV
Angaben zu Eintragungen im Berufs- bzw. Handelsregister, Gewerbezentral- und Wettbewerbsregister, sowie Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft.
Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung: 200.000 EUR für Personen- und Sachschäden, sowie 100.000 EUR für Vermögensschäden.
Mind. 750.000,00 EUR netto Honorarumsatz in der Fachdisziplin Full-Stack-Entwicklung im Mittel der letzten drei Jahre
Mind. 4 Mitarbeitende im Mittel der letzten drei Jahre in den folgenden Fachdisziplinen:o 2 MA Web-Programmierung/Entwicklungo 2 MA Web-Designer
Zwei Referenzen über die in den letzten fünf Kalenderjahren erbrachten Leistungen im Bereich Full-Stack-Entwicklung. Die Referenzen müssen jeweils die folgenden Mindestkriterien erfüllen:o Von der Agentur eigenständige Umsetzung des FrontEndso Eigenständige Programmierung des BackEndso komplexe Datenbank-Programmierung (insb. Inhaltserschließung, Verschlagwortung, Suchtechniken) muss eigenständig entwickelt worden seino Umsetzung von Vorgaben zur Barrierefreiheit von Websiten auf Grundlage der WCAG-Kriterieno Umsetzung von Vorgaben der DSGVOo Projekt muss abgeschlossen sein
Zusätzliche Bewertungskriterien zu Referenz Nr. 1 +2:Erstellung mind. einer Website, die als Portal dient, um Bildungsanbieter und Angebote zu mind. zu mehr als zwei Themenbereichen (z.B. kulturelle Bildung, berufliche Bildung, MINT) für eine Zielgruppe (z.B. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senior*innen) darzustellen, als Referenz 3 PunkteUmsetzung mind. eines Website-Projekts, welches belegbar alle Kriterien der Konformitätsstufe AA der WCAG 2.1 und mind. ein Kriterium der Konformitätsstufe AAA der WCAG 2.1 erfüllt, als Referenz 3 PunkteErstellung mind. einer Website, die eine Suchfunktion integriert, die auch eine semantische Suche umfasst, als Referenz 2 PunkteErstellung mind. einer Website, die Kategorien-Filter bei einer Suchfunktion integriert, als Referenz 1 PunktUmsetzung mind. eines Website-Projekts für die Verwaltung einer Kommune einer Großstadt (mind. 350.000 Einwohner*innen) als Referenz 1 Punkt
Die Vergabestelle behält sich vor, die abgegebenen Angaben und Erklärungen hinsichtlich der Eignung zu überprüfen. Hierzu verlangt sie vom Bieter die Vorlage entsprechender Bescheinigungen (z.B. von Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Finanzamt, Krankenkasse). Kopien der verlangten Bescheinigungen sind zugelassen. Dieses gilt auch, wenn das Original den Vermerk "Nur im Original oder als beglaubigte Kopie" trägt.