Auftragsgegenstand war die Generalplanerleistungen für die Errichtung einer Dreifach-Sporthalle mit einer Bruttogrundfläche (BGF) von insgesamt ca. 2.270 m². Der Bedarf an dieser Einrichtung ergibt sich insbesondere aus den Anforderungen der umliegenden Schulen, des Schulzentrums Nette, die eine adäquate Sportinfrastruktur benötigen.
1. Auftragsgegenstand1.1 Gegenstand des Auftrages / LeistungsbildAuf der Basis der Ergebnisse der Projektentwicklung, wird im Folgenden die Generalplanerleistung für die Leistungsphasen 1-2 der HOAI einschl. der Erstellung einer FLB und der Qualitätssicherung während der weiteren Planungs- und Bauphase, sowie die Leistungsphase 9 beschrieben.Die Grund- und besonderen Leistungen wird in den Anlagen U01 Leistungsbild Generalplanung genauer definiert.1.2 SchnittstellenIn Folge der Komplexität der Neubaumaßnahme in Verbindung mit dem Umfeld und der Vielzahl an erforderlichen Bauleistungen werden sich zahlreiche Schnittstellen ergeben, die zu berücksichtigen sind. Um einen konfliktarmen Bauablauf zu gewährleisten, ist es bedeutsam, diese Schnittstellen allesamt frühzeitig zu definieren und in Einklang mit dem Bauablaufkonzept zu bringen.1.2.1 Einbindung des GeneralunternehmersAb Lph. 3 wird die Einbindung eines Generalunternehmers notwendig sein. Der Generalplaner unterstützt diesen Prozess und stellt sicher, dass die bisherigen Planungen entsprechend berücksichtigt werden. Ihm obliegt die Qualitätssicherung während der weiteren Planungs- und Bauphase für das gesamte Projekt.1.2.2 Entscheidungs- und ÄnderungsmanagementDer Generalplaner unterstützt das Entscheidungs- und Änderungsmanagement gemäß den Vorgaben der Stadt Dortmund. Dies umfasst die Erstellung von erforderlichen Unterlagen und die Umsetzung entsprechender Änderungen.1.2.3 Zielvereinbarung QNGDie Generalplanung hat bei der Planung die Zielvereinbarung im Rahmen des QNG einzuhalten. Hier werden im Vorfeld die Qualitätsziele festgelegt und die Umsetzung überwacht. Die genaue Ausgestaltung der Schnittstellen erfordert eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, um einen reibungslosen Projektablauf zu gewährleisten.
Angebotssumme in Bezug auf die Leistung
-> Wie ist die Herangehensweise undTätigkeitsverteilung im Team, wo sind dieSchnittstellen?-> Wer sind die mit dem Projekt betrautenPersonen?1.1 Organigramm Projektteam (Aufstellung sämtlicher Beteiligter während der einzelnen Leistungsphasen)1.2 Darstellung des mit der Ausführung betrauten Personals (PL/ stv. PL) hinsichtlich Qualifikation und Erfahrung1.3 Übersicht der internen und externen Schnittstellen1.4 Darstellung des internen Qualitätsmanagements
-> Wie wird das Projekt bearbeitet?2.1 Darstellung eines Referenzprojektes bezüglich der Projektabwicklung2.2 Darstellung der geplanten Projektabwicklung für das ausgeschriebene Projekt (technisch und organisatorisch)2.3 Darstellung der vorgesehenen Organisation in Bezug auf die örtliche Präsenz/ Verfügbarkeit des PL/ stv. PL
Erkennen und Berücksichtigung von Projektspezifika3.1 Erkennen der Projektspezifika3.2 Darstellung konzeptioneller Lösungsansätze zur Umsetzung von speziellen Maßnahmen unter Berücksichtigung der Projektspezifika (u.a. Verbaumaßnahmen im Zusammenhang mit der grenzständigen Bebauung, Gewährleistung Schulbetrieb während der Bauzeit)3.3 Darstellung konzeptioneller Lösungsansätze zur Gewährleistung einer hohen Qualität, Wirtschaftlichkeit und der Einbindungder angestrebten Klimaneutralität
Sicherstellung der Projektziele4.1 Darstellung zur vorgesehenen Qualitätssicherung der einzelnen Leistungsphasen4.2 Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen in Bezug auf Kosten und Termine
Die Kommunikation im Verfahren,d.h. die Beantwortung von Bieterfragen, Nachsendung von Unterlagen, Änderungen, Fristverlängerungen und weiteren Informationen erfolgt über den Vergabemarktplatz Metropole Ruhr. Zur Teilnahme am Verfahren ist es zwingend erforderlich, dass Einsicht in die dortigen Unterlagen genommen wird. Im Vergabemarktplatz wird die Möglichkeit angeboten, am Verfahren teilzunehmen.
Es handelte sich um ein zweistufiges Vergabeverfahren, bestehend aus Teilnahme- und Angebotsphase (Verhandlungsverfahren).
Im Rahmen der Teilnahmephase wurden Mindestkriterien abgefragt.
Von den Bewerber*innen, die die gestellten Mindestkriterien erfüllten, wurden maximal 5 zum Verhandlungsverfahren eingeladen. Hierzu wurde auf Grundlage der erreichten Punkte aus den zusätzlichen Bewertungskriterien eine Rangfolge erstellt. Bei Punktegleichheit entscheidete das Losverfahren.
Gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) muss ein Nachprüfungsantrag spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der angegebenen Vergabekammer eingereicht werden.Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§168 GWB).
Die Zuschlagserteilung ist möglich zehn Kalendertage nach Absendung der Information über die Vergabeentscheidung per Fax oder E-Mail und 15 Kalendertage nach Absendung der Information über die Vergabeentscheidung per Post, wobei die Frist jeweils unabhängig vom Zugang der Information beim betroffenen Bewerber oder Bieter am Tag nach Absendung der Information beginnt (§ 134 GWB).
Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens setzt ferner voraus, dass erkannte Vergabeverstöße innerhalb der in § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB genannten Fristen gegenüber dem Auftraggeber gerügt wurden.
Der Auftraggeber ist an die Bestimmungen des Runderlasses des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen "Verhütung und Bekämpfung von Korruption in der öffentlichen Verwaltung (Anti-Korruptionserlass)" in der jeweils geltenden Fassung (aktuell vom 09.12.2022) gebunden.
Mit Angebotsabgabe sind Eigenerklärungen über das Nichtvorliegen der Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB abzugeben.
Der Auftraggeber wird ab einer Auftragssumme von 30.000 EUR für den Bieter, der den Zuschlag erhalten soll, den Nachunternehmer und den Verleiher von Arbeitskräften einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt anfordern.
Subunternehmer:Bei der Beauftragung von Subunternehmen oder der sonstigen Einschaltung Dritter können sich die Bieter zum Nachweis Ihrer Leistungsfähigkeit und Fachkunde auch dieser Unternehmen bedienen.Bei Angebotsabgabe in Verbindung mit einem Subunternehmer ist eine Verpflichtungserklärung über das Bereitstellen entsprechender Mittel zur Auftragserfüllung einzureichen. Darüber hinaus ist von den Bietern anzugeben, in welcher Höhe sie beabsichtigen, Leistungen an Subunternehmen zu vergeben. (s. Teilnahmeantrag)
Bietergemeinschaften:Die Anforderungen an Bietergemeinschaften sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Für die Auftragsvergabe gelten die Bedingungen des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (TVgG-NRW).
Bereitstellung der Unterlagen:Es erfolgt eine elektronische Bereitstellung auf dem Vergabemarktplatz Metropole Ruhr (zu den unter http://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/ genannten Nutzungsbedingungen können die Vergabeunterlagen kostenlos angefordert und heruntergeladen und Nachrichten der Vergabestelle eingesehen werden.)