Zustandserfassung, Pflege und Entwicklung der Kompensationsflächen
VO: UVgO Vergabeart:   Verhandlungsvergabe mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb Status: Veröffentlicht

Auftraggeber

Zur Angebotsabgabe / Teilnahme auffordernde Stelle
Grün und Gruga
Lührmannstraße 82
45131
Essen
Deutschland
FB 67 - Vergabestelle
Frau Lukasik
+49 2018867107
+49 2018867058
vergabe@gge.essen.de
Zuschlag erteilende Stelle
Kommunikation

Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen

https://www.vergabe.metropoleruhr.de/VMPSatellite/notice/CXS0YYZDYYV3WLLG

Bereitstellung der Vergabeunterlagen

https://www.vergabe.metropoleruhr.de/VMPSatellite/notice/CXS0YYZDYYV3WLLG/documents

Auftragsgegenstand

Umfang der Beschaffung

Art und Umfang der Leistung

Art der Leistung
Pflege- und Entwicklungsplan gemäß §§ 27,32 HOAI

Umfang der Leistung
Das Umweltamt der Stadt Essen, Untere Naturschutzbehörde verwaltet und managt die Kompensations-flächen für Eingriffe in Natur und Landschaft. Darunter fallen sogenannte Ökokontoflächen, ebenso wie die Kompensationsflächen nach § 31 Landesnaturschutzgesetz sowie § 1a Bauleitplanung.
Kompensationsflächen sind geschützte Biotope, die behördlich angeordnet sind. Sie sind so lange wie der Eingriff währt zu unterhalten und zu pflegen. Die Verwaltung der Flächen erfolgt mittels GIS (QGIS - Geopackage) sowie einer Access - Datenbank.
Aus der Vergangenheit liegt in Teilen eine lückenhafte Dokumentation vor. Viele Flächen wurden zudem seit einigen Jahren nicht gepflegt. Die Pflege erfolgt bei einem Großteil der Flächen bisher sporadisch ohne konkrete Pflegeplanung. Dies soll nun entsprechend konzeptionell aufgearbeitet werden. Dazu be-darf es einer beschriebenen Bestandserfassung und Feststellung der erforderlichen Pflegemaßnahmen, inkl. Kostenschätzung. Darüber hinaus sollen die überarbeiteten Datensätze der Veröffentlichung des Kompen-sationskatasters (SCHUKO-App des LANUK sowie Internetauftritt der Stadt Essen) dienen. Letzteres veran-lasst der Auftraggeber selber.
Das Kataster muss überprüft, fortgeschrieben und ggf. angepasst werden. In dem Rahmen müssen die Kompensationsflächen durch Ortsbegehungen / Biotoptypenkartierungen auf ihren aktuellen Zustand hin überprüft und mit dem ehemals geplanten Zielzustand abgeglichen werden. Für die Flächen, die einen Pflegerückstand aufweisen oder ggf. nicht mehr existent sind, bedarf es einer Pflege- / Entwicklungspla-nung einschließlich Kostenschätzung. Ziel der Beauftragung ist es, den Datenbestand zu aktualisieren und einen Pflegeplan für die gesamte Flächenkulisse für die nächsten Jahre aufzustellen.

Die Leistungen sind im Wesentlichen in § 27 Leistungsbild Pflege- und Entwicklungsplan nach HOAI 2021 enthalten.
Hinzu kommen besondere Leistungen nach Anlage 9 HOAI 2021:
- Leistungen zur Vorbereitung und inhaltlichen Ergänzung:
Nr. 4 b-d Digitalisierungen und Vereinheitlichungen von Datensätzen
- Verfahrensbegleitende Leistungen:
Nr. 5 r) Teilnahme an Sitzungen von politischen Gremien und Naturschutzbeirat des Auftragge-bers
- Weitere besondere Leistungen bei landschaftsplanerischen Leistungen:
Nr. 6 d) Daten aus vorhandenen Unterlagen im Einzelnen ermitteln und aufbereiten
Nr. 6 h) Kartierungen von Biotoptypen

Weitere Einzelheiten sind den Anlagen zu entnehmen.

Haupterfüllungsort

Stadtgebiet Essen, Kompensationsflächen
45139
Essen

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Lph 3 bis zum 31.10.2027
Lph 4 bis zum 31.12.2027

Laufzeit bzw. Dauer

Nebenangebote

Nein

Angaben zu den Losen

Nein
Beschreibung

Zuschlagskriterien

Ausführungsfristen

Laufzeit bzw. Dauer

Bedingungen

Teilnahmebedingungen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Zugelassen werden zwei Projektleitende, die mindestens eine fachliche Qualifikation eines Bachelors in Landespflege, Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur, Raumplanung, Biologie oder vergleichbar nachweisen können. Mindestens eine Person muss festangestellt sein.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Mit dem Angebot sind Nachweise als Eigenerklärung, (Formblatt 124 oder inhaltlich gleichwertige eigene Angaben), die die Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bieter belegen.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

1. Mit dem Teilnahmeantrag muss durch Einreichung von 3 Referenzprojekten aus den letzten 5 Jahren mit einer Mindestgröße von 1 ha Projektgebiet nachgewiesen werden, dass der Bieter regelmäßig Biotoptypenkartierungen nach dem Biotopbewertungsverfahren des LANUK NRW (Verfahren für die Eingriffsregelung) durchführt.
Neben der Projektbezeichnung und dem Jahr der Erfassung ist eine Übersichtskarte der Kartierung zu übersenden.
Hinweis: Als Biotopbewertungsverfahren hat die Stadt Essen aktuell im März 2026 das LANUK Verfahren für die Eingriffsregelung eingeführt. Zuvor wurde das sogenannte Essener Modell angewandt, so dass beim Abgleich älterer Daten eine Transformation in das LANUK Verfahren erforderlich wird. Damit sollten beide Bewertungsverfahren geläufig sein. Detailkenntnisse und Bewertungen nach dem Essener Modell sind jedoch nicht erforderlich.

2. Mit dem Teilnahmeantrag muss zudem durch Einreichung von 3 Referenzprojekten aus den letzten 10 Jahren nachgewiesen werden, dass Kompensationsmaßnahmen im Rahmen von Projekten und Planungen konzipiert wurden und der Bieter demnach die Pflege von naturschutzfachlichen Maßnahmen anhand eines Zielbiotops entwickeln kann. Dies können die gleichen Referenzprojekte wie unter 1. sein. Auch hier gilt die Mindestgröße von 1 ha Projektgebiet; neben der Projektbezeichnung und dem Jahr der Erfassung sind aussagekräftige Projektunterlagen zu übersenden.

Alle Projekte müssen jeweils einen finanziellen Umfang von mindestens 15.000 EUR gehabt haben. Alle Projekte müssen mit GIS bearbeitet / aufbereitet worden sein.

Vorzulegende Nachweise:
VHB 124 - Eigenerklärung zur Eignung; Das Formular - VHB 124 Eigenerklärung zur Eignung - ist den Vergabeunterlagen unter
"Vom Unternehmen auszufüllende Dokumente" beigefügt.

Zugelassen werden zwei Projektleitende, die mindestens eine fachliche Qualifikation eines Ba-chelors in Landespflege, Landschaftsplanung/Landschaftsarchitektur, Raumplanung, Biologie oder vergleichbar nachweisen können. Mindestens eine Person davon muss festangestellt sein. Ein Nachweis hierüber ist mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

Es wird auf die Aufgabenbeschreibung hingewiesen, die den Teilnahmeunterlagen beiliegt.; Mit dem Teilnahmeantrag; Mittels Eigenerklärung

Sonstige

Bedingungen für den Auftrag

Wesentliche Zahlungsbedingungen

Alle Zahlungen werden bargeldlos in Euro geleistet. Es erfolgen keine Vorauszahlungen.

Gegebenenfalls geforderte Sicherheiten

Verfahren

Beschreibung

Angaben zur Verhandlung

Verwaltungsangaben

Etwaige zusätzliche Angaben über die Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und der Zugriffsmöglichkeit auf die Vergabeunterlagen.

Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge

27.10.2026 10:00 Uhr

Weitere Angaben

Verschiedenes

Zusätzliche Angaben

1.) Anforderungen an den Einsatz elektronischer Mittel und Grundsätze der Kommunikation im Vergabeverfahren

1.1. Das Vergabeverfahren wird elektronisch in der vollständig webbasierten E-Vergabeplattform "Vergabe.NRW/ Vergabemarktplatz" durchgeführt und ist unter http://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter/ und dem angeschlossenen Vergabemarktplatz http://www.vergabe.metropoleruhr.de" im Internet erreichbar. Die Teilnahme und der Zugang zur Auftragsbekanntmachung und zu den Vergabeunterlagen sind für Bieter vollständig kostenfrei. Die freiwillige Registrierung wird bereits vor der Submission/ Angebotsöffnung erbeten.

1.2. Die Kommunikation, z.B. bei Bewerberfragen und deren Beantwortung, das Nachreichen von Nachweisen und Erklärungen, die Einstellung ergänzender Informationen wird ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Metropole Ruhr geführt um die Unversehrtheit, die Vertraulichkeit und die Echtheit der Daten zu gewährleisten.

Die von der Vergabestelle übermittelten Informationen werden direkt über die Oberfläche der E-Vergabeplattform bzw. dem virtuellen Projektraum zum Vergabeverfahren (z.B. Bekanntmachungen, Kommunikationsnachrichten) oder innerhalb der Plattform bzw. virtuellen Projekträume als Datei-Downloads kostenlos bereitgestellt (Vergabeunterlagen oder Anhänge zu Kommunikationsnachrichten). Die verwendeten Dateitypen und Dateiformate werden durch das Vergabeverfahren bzw. die Vergabestelle vorgegeben und können je nach Ausschreibungsgegenstand abweichen (z.B. GAEB-Dateien im Bereich von Bauleistungen).

2.) Hinweise zu den Vergabeunterlagen/ Nachweisen

2.1. Mitteilung von Unklarheiten in den Vergabeunterlagen

Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Unternehmens Unklarheiten, Unvollständigkeiten oder Fehler, so hat es unverzüglich die Vergabestelle vor Angebotsabgabe in Textform darauf
hinzuweisen.

2.2. Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen

Angebote von Bietern, die sich im Zusammenhang mit diesem Vergabeverfahren an einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung beteiligen, werden ausgeschlossen.

Zur Bekämpfung von Wettbewerbsbeschränkungen hat der Bieter auf Verlangen Auskünfte darüber zu geben, ob und auf welche Art er wirtschaftlich und rechtlich mit Unternehmen verbunden ist.

2.3 Angebote

Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Alle Preise sind in Euro mit höchstens drei Nachkommastellen anzugeben. Die Preise (Einheitspreise, Pauschalpreise, Verrechnungssätze usw.) sind ohne Umsatzsteuer anzugeben. Der Umsatzsteuerbetrag ist unter Zugrundelegung des geltenden Steuersatzes am Schluss des Angebotes hinzuzufügen. Es werden nur Preisnachlässe gewertet, die "ohne Bedingungen" als Vomhundertsatz auf die Abrechnungssumme gewährt werden und an der im "Angebotsschreiben - unter Pkt. 9a" bezeichneten Stelle aufgeführt sind. Nicht zu wertende Preisnachlässe (Skonto etc.) bleiben Inhalt des Angebotes und werden im Fall der Auftragserteilung Vertragsinhalt.

Bei elektronischer Angebotsabgabe ist das Angebot entweder elektronisch in Textform gemäß § 126b BGB abzugeben
- oder mit einer fortgeschrittenen/qualifizierten elektronischen Signatur als Containersignatur im Bietertool des Vergabemarktplatzes zu signieren.
- Bei Abgabe elektronisch in Textform muss eine lesbare Erklärung vorliegen, in der die Person des vertretungsberechtigten Erklärenden genannt ist, was z.B. durch Nennung des Namens, ein Faksimile oder eine eingescannte Unterschrift möglich ist. Diese Zeichnung kann in den eingescannten Angebotsvordrucken oder in dem Signaturfeld gemäß § 126b BGB im Bietertool des Vergabemarktplatzes
vorgenommen werden (Containersignatur).

Elektronische Angebote und Teilnahmeanträge müssen verschlüsselt und ausschließlich über das Bietertool des VMP eingerecht werden.
Über die Kommunikation - unverschlüsselt - eingegangene Angebote werden ausgeschlossen.

4.) TVgG NRW
Die Vergabe des Auftrages richtet sich nach den Besonderen Vertragsbedingungen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (BVB Tariftreue- und Vergabegesetz Nordrhein-Westfalen)

5.) Nebenangebote
Soweit an Nebenangebote Mindestanforderungen gestellt sind, müssen diese erfüllt werden; im Übrigen müssen sie im Vergleich zur Leistungsbeschreibung qualitativ und quantitativ gleichwertig sein. Die Erfüllung der Mindestanforderungen bzw. die Gleichwertigkeit ist mit Angebotsabgabe nachzuweisen.

6.) Bietergemeinschaften
- Die Bietergemeinschaft hat mit ihrem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder in Textform abzugeben,
- in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt ist,
- in der alle Mitglieder aufgeführt sind und der für die Durchführung des Vertrags bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist,
- dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt,
- dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.

Siehe auch Bewerbungsbedingungen der Stadt Essen (liegt den Vergabeunterlagen dieser Ausschreibung unter "Vergabeunterlagen - Anschreiben" bei).

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