Eignungskriterien für Los 1 - Ingenieurbau (Tragwerksplanung)
1. Fachliche Eignung
1.1 Erfahrung in der Tragwerksplanung für Hochwasserschutzanlagen
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie über umfassende Erfahrung in der Tragwerksplanung von Hochwasserschutzanlagen verfügt. Hierzu sind mindestens zwei vergleichbare Referenzprojekte vorzulegen, in denen der/die Bietende in den letzten fünf Jahren die statische Berechnung und konstruktive Durcharbeitung von Hochwasserschutzmauern durchgeführt hat.
1.2 Fachliche Expertise in Standsicherheit und Dauerhaftigkeit
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er in der Lage ist, Standsicherheit und Dauerhaftigkeit für HQ100 und HQextrem gemäß den relevanten Normen (z. B. Eurocodes) zu gewährleisten. Dies umfasst insbesondere Nachweise zur Berechnung und Dimensionierung der Schutzmauer.
1.3 Zusammenarbeit mit externen Firmen
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er Erfahrung in der engen Zusammenarbeit mit einem externen Firmen bei der Entwicklung von statistischen Modellen hat. Eine enge Abstimmung zur Berücksichtigung der gestalterischen, funktionalen und hochwasserschutztechnischen Anforderungen ist erforderlich.
1.4 Erstellung statischer Nachweise
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie in der Lage ist, alle erforderlichen statischen Nachweise für Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung zu erstellen. Hierzu gehören insbesondere Nachweise zur Standsicherheit, die den Anforderungen des Hochwasserschutzes gerecht werden.
1.5 Eintragung in das Berufsregister (z. B. Architekten- und Ingenieurskammer, Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer
Sofern keine Eintragung in das Berufsregister vorliegt bzw. erforderlich ist, ist der Abschluss als Bauingenieur*in (Dipl.-Ing., M.Eng.) im Bereich konstruktiver Ingenieurbau/Tiefbau oder eine gleichwertige Qualifikation nachzuweisen.
2. Wirtschaftliche Eignung
2.1 Finanzielle Leistungsfähigkeit
Der/die Bietende muss die finanzielle Leistungsfähigkeit nachweisen, um die Anforderungen der Tragwerksplanung zu erfüllen. Hierzu sind die Jahresumsätze der letzten drei Jahre oder eine Bankbestätigung über die Liquidität und Bonität vorzulegen.
2.2 Preis-Leistungs-Verhältnis
Der/Die Bietende muss ein realistisches und wirtschaftliches Preis-Leistungs-Verhältnis für die geplanten Leistungen nachweisen. Eine detaillierte Kostenschätzung der Tragwerksplanung muss in der Bewerbung enthalten sein.
3. Kapazitäten und Ressourcen
3.1 Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal
Der/Die Bietende muss nachweisen, dass er/sie über qualifiziertes Personal mit Erfahrung in der Tragwerksplanung von Hochwasserschutzanlagen verfügt. Dies umfasst die Bereitstellung von Lebensläufen der für das Projekt vorgesehenen Schlüsselpersonen (z. B. Statiker*in).
3.2 Technische Ausstattung
Der/die Bietende muss darlegen, dass er/sie über die erforderliche technische Ausstattung und Software (z. B. für die statische Berechnung) verfügt, um die geplanten Leistungen in der erforderlichen Qualität zu erbringen.
4. Qualitätssicherung und Compliance
4.1 Einhaltung relevanter Normen
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie alle relevanten technischen Regelwerke (z. B. DIN, Eurocodes, VOB) einhält und ein Qualitätsmanagementsystem (z. B. ISO 9001) vorhanden ist.
4.2 Hochwassersicherheit während der Bauphase
Der/die Bietende muss sicherstellen, dass die Hochwassersicherheit während der Bauphase zu jedem Zeitpunkt gewährleistet bleibt, einschließlich der Entwicklung und Umsetzung von temporären Schutzmaßnahmen.
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Eignungskriterien für Los 2 - Fachplanung Wasserbau (Hochwasserschutz und Hydrologie)
1. Fachliche Eignung
1.1 Erfahrung in der hydrologischen Bemessung und hydraulischen Modellierung
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie über fundierte Erfahrung in der hydraulischen Modellierung und der hydrologischen Bemessung von Hochwasserschutzanlagen verfügt. Hierzu sind mindestens zwei vergleichbare Referenzprojekte vorzulegen, in denen der/die Bietende die Hochwassermodellierung und Berechnungen der Hochwasserstände (HQ100, HQextrem) erfolgreich durchgeführt hat.
Der/die Bietende muss ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Master oder Bachelor) im Bereich Wasserbau, Hydrologie, Bauingenieurwesen mit Vertiefung Wasserwesen, Umweltingenieurwesen oder vergleichbarer Fachrichtung nachweisen.
1.2 Erstellung von Genehmigungsunterlagen
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie Erfahrung in der Erstellung von vollständigen Antragsunterlagen für die erforderlichen Hochwasserschutzgenehmigungen hat. Dazu gehört die Mitwirkung bei Behördenabstimmungen und die eigenverantwortliche Einreichung der Unterlagen bei den zuständigen Wasserbehörden.
1.3 Entwicklung und Bewertung von Varianten
Der/die Bietende muss in der Lage sein, bis zu fünf Varianten von Hochwasserschutzsystemen zu entwickeln und zu bewerten. Dies umfasst sowohl die Hochwassersicherheit als auch die Genehmigungsfähigkeit, wirtschaftliche Machbarkeit und technische Umsetzbarkeit der Varianten.
1.4 Eintragung in das Berufsregister (z. B. Architekten- und Ingenieurskammer, Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer
Sofern keine Eintragung in das Berufsregister vorliegt bzw. erforderlich ist, ist ein
Abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Master oder Bachelor) im Bereich Wasserbau, Hydrologie, Bauingenieurwesen mit Vertiefung Wasserwesen, Umweltingenieurwesen oder vergleichbarer Fachrichtung. nachzuweisen.
2. Wirtschaftliche Eignung
2.1 Finanzielle Leistungsfähigkeit
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie finanziell stabil ist, um die komplexen hydrologischen und hochwasserschutztechnischen Anforderungen des Projekts zu erfüllen. Hierzu sind die Jahresumsätze der letzten drei Jahre oder eine Bankbestätigung über die Liquidität und Bonität vorzulegen.Mindestumsatz: noch angeben
2.2 Preis-Leistungs-Verhältnis
Der/die Bietende muss ein realistisches und wirtschaftliches Preis-Leistungs-Verhältnis nachweisen, indem er/sie eine detaillierte Kostenschätzung für die Hochwasserschutzmaßnahmen und Variantenbewertung einreicht.
3. Kapazitäten und Ressourcen
3.1 Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal
Der/die Bietende muss nachweisen, dass er/sie über qualifiziertes Personal im Bereich der Hydrologie und Hochwasserschutztechnik verfügt. Hierzu sind Lebensläufe der für das Projekt vorgesehenen Fachkräfte vorzulegen, z. B. Hydrolog*innen, Ingenieur*innen und Projektleiter*in
3.2 Technische Ausstattung
Der/die Bietende muss sicherstellen, dass er über die notwendige Software und Ausstattungen verfügt, um die hydrologischen und hydraulischen Berechnungen sowie Modellierungen durchzuführen. Dies umfasst beispielsweise den Zugang zu spezialisierten Modellierungsprogrammen für Hochwassersimulationen.
4. Qualitätssicherung und Compliance
4.1 Einhaltung relevanter Normen
Der/die Bietende muss nachweisen, dass alle Leistungen in Übereinstimmung mit den relevanten technischen Regelwerken (z. B. DIN, VDI, Wasserrechtsvorschriften) durchgeführt werden und dass ein Qualitätsmanagementsystem vorhanden ist.
4.2 Hochwassersicherheit während der Bauphase
Der/die Bietende muss sicherstellen, dass die Hochwassersicherheit während der Bauphase gewährleistet bleibt, auch durch den Einsatz von temporären Schutzmaßnahmen und Überwachung.
Erforderliche Nachweise für beide Lose:
Referenzprojekte aus den letzten fünf Jahren
Lebensläufe der Schlüsselpersonen
Jahresumsatz bzw. Bankbestätigung über die finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweise zu Projektabläufen und Koordination mit Behörden und Fachplaner*innen
Nachweise der technischen Ausstattung und Verfügbarkeit von Ressourcen
Für die Angebotsabgabe sind zunächst Eigenerklärungen ausreichend. Bei Bedarf werden Nachweise durch die Vergabestelle angefordert.
Vorzulegende Nachweise:
Berufskammer: Eigenerklärung über die Mitgliedschaft; Der/die Bietende hat die Mitgliedschaft in der für die angebotene Leistung zuständigen Berufskammer (z. B. Ingeiuerkammer, Architketenkammer, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer) nachzuweisen. Für die Angebotsabgabe genügt die Eigenerklärung. Nachweise sind auf Aufforderung durch die Vergabestelle einzureichen.; Mit dem Angebot; Mittels Eigenerklärung