Der Kreis Recklinghausen plant die Sanierung des Pförtnergebäudes der ehemaligen Sprengstofffabrik in Haltern am See. Das um 1916 errichtete, neoklassizistisch geprägte Gebäude wurde repräsentativ für die WASAG gebaut. Es ist eingeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss, verputzten Fassaden und Ziegelpilastern im Erdgeschoss. Das Mansarddach ist mit anthrazitfarbenen Ziegeln gedeckt, teilweise verschiefert. Viele originale zweiflügelige Holzfenster sowie historische Zementfliesen sind erhalten. Seit 2018 steht das Gebäude leer.
Geplant sind die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle (u. a. Neueindeckung des Dachs mit Schiefer, Restaurierung der Fenster, Nachbau der Außentür in Holz, Instandsetzung von Treppen und Geländern) sowie eine umfassende Innensanierung. Diese umfasst unter anderem die Sicherung und den Wiedereinbau historischer Fliesen, die Erneuerung von Wänden, Decken und Elektroinstallation, den Einbau einer Fußbodenheizung im gesamten Gebäude sowie die Einrichtung eines barrierefreien WCs.
Die Leistung umfasst im Wesentlichen die folgenden Arbeiten:
- Denkmalgeschützte Fenster aus Holz ausbauen, restaurieren und wiedereinbauen
- Klappläden herstellen, liefern und montieren
- Rekonstruktion von Fenstern aus Holz
Laut Schadstoffuntersuchung ist der Außenkitt der bauzeitlichen Fenster asbesthaltig. Bei den Arbeiten ist daher die TRGS 519 zu beachten.
Eine entsprechende Zertifizierung ist von Unternehmen bei einer Interessenbekundung nachzuweisen.