Mit dem künftigen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen (OGS) werden sich Raumbedarfe verändern, sodass eine Anpassung der räumlichen Konzeption von Schulen und ihrer Ganztagsbereiche erforderlich ist. Um dem gerecht zu werden, hat der Rat der Kreisstadt Unna den Umbau bzw. die Sanierung der Katharinenschule beschlossen. Die Katharinenschule wird als dreizügige Grundschule geführt. Von den gegenwärtig ca. 300 Schüler: innen soll zukünftig, aufgrund des Rechtsanspruchs auf eine offene Ganztagsschule, eine 100 %ige Auslastung der OGS möglich sein.
Zur Umsetzung dieses Konzeptes sind allerdings die Innenräume den neuen Nutzungsanforderungen durch bauliche Veränderungen anzupassen, und die Bestandsgebäude zu sanieren. Weiterhin ist ein Anbau an der Nordseite des Bestandsgebäudes/ Haus 2 geplant. Dieser soll die neue Küche und den Speiseraum inclusive Nebenräumen beherbergen.
Der Schulanbau ist in hybrider Bauweise vorgesehen. Dabei ist die Wahl der Baustoffe und Konstruktionsarten aus der Aufgabenlösung heraus wirtschaftlich zu entwickeln. Aufgrund des Grundstückszuschnitts ist eine 2-geschossige Bauweise sinnvoll. Eine Unterkellerung ist nicht vorgesehen.
Die Schule besteht aus einem Ensemble mehrerer zusammenhängender Gebäudeteile unterschiedlicher Baujahre. Das historische Schulgebäude (Haus 2) aus dem Jahr 1888 umfasst neben dem Souterrain drei Vollgeschosse und ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Auch das später errichtete Erweiterungsgebäude Haus 1 mit dem jetzigen Haupteingang umfasst drei Geschossebenen plus Souterrain. Rechtwinklig hierzu schließen sich sowohl die Einfachturnhalle als auch die Räumlichkeiten der ehemaligen Hausmeisterwohnung an (Haus 3), die mittlerweile weitestgehend im Rahmen der Ganztagsbetreuung genutzt werden. Die drei Gebäudeteile fassen den Schulhof L-förmig im Westen und Süden ein. Ein weiterer Anbau (Haus 4) umfasst zwei Geschossebenen: im Erdgeschoss sind Nebenräume des Freibads, in erster Linie Umkleiden und Sanitärräume, angeordnet, während das Obergeschoss ausschließlich von der OGS genutzt wird. Allen Gebäudeteilen gemein sind zueinander versetzte Höhen der Geschossebenen, im Falle des westlichen Anbaus des Hauses 2 als Split-Level. Für die Ganztagsbetreuung wurde ein eingeschossiges Modulgebäude mit zwei Betreuungsräumen auf dem Schulhof platziert, das jedoch nur als temporäre Lösung für den gestiegenen Raumbedarf dienen soll.
Die Gewichtung Preis setzt sich aus der Gesamtpauschale der Tragwerksplanung (20 %), der Bauphysik (15 %) und den Stundensätzen (5 %) zusammen.
Die Gewichtung der Qualität setzt sich wie folg zusammen:
- Herangehensweise an die Tragwerksplanungsleistungen und die Bauphysikleistungen (20 %)- Darstellung der persönlichen Erfahrungen und Qualifikationen des Projektleiters ( 15 %)- Darstellung der persönlichen Erfahrungen und Qualifikationen des stellvertretenden Projektleiters(15 %)-Darstellung des Personaleinsatzkonzeptes (10 %)
Gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) muss ein Nachprüfungsantrag spätestens 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der angegebenen Vergabekammer eingereicht werden.
Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens setzt ferner voraus, dass erkannte Vergabeverstöße innerhalb der in § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB genannten Fristen gegenüber dem Auftraggeber gerügt wurden.
Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§168 GWB).
- Gem. § 56 Abs. 3 VgV sind Nachforderungen von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ausgeschlossen.
- Die Bepunktung der einzelnen Zuschlagskriterien sowie die Gewichtung sind der Anlage "Verfahren Verhandlungsvergabe - Teil 2 - nach Angebotsaufforderung an ausgewählte Teilnehmer" zu entnehmen.
- Das Erstangebot besteht aus den folgenden Unterlagen:
- Bietererklärung 1 - Honorarblatt- Bietererklärung 2 - Umsetzungskonzept: Darstellung der Herangehensweise an dieTragwerksplanungsleistung und die Bauphysikleistungen (eigene Unterlage)- Bietererklärung 3 - Darstellung der persönlichen Erfahrung und Qualifikation desProjektleiters (eigene Unterlage)- Bietererklärung 4 - Darstellung der persönlichen Erfahrung und Qualifikation desStellvertretenden Projektleiters (eigene Unterlage)- Bietererklärung 5 - Darstellung des Personaleinsatzkonzeptes (eigene Unterlage)
Die genaue Darstellung der genannten Erklärungen sind ebenfalls der Anlage "Verfahren Verhandlungsvergabe - Teil 2 - nach Angebotsaufforderung an ausgewählte Teilnehmer" zu entnehmen.